XXV m Uttiversalhistorische UebersichL re.
heiligen Bernhards nach Pisa, wo er den Gegen-pabst und dessen Anhang auf einer K irchenversamm-lung feyerlich verfluchte. Dieses Anathem galtbesonders dem König Roger von Sicilien, derAnaklets Sache mächtig unterstützte und durch sei-ne reissenden Fortschritte im untern Italien denMmh dieser Partey nicht wenig erhöhte.
Da sich die Geschichte Siciliens und Nea-pels und der Norrmänner, seiner neuen Besitzer,mit der Geschichte dieses Jahrhunderts aufs ge-naueste verbindet, da uns Anna Comnena undOtto von Freysingen auf die Norrmännischen Ero-berungen aufmerksam gemacht haben, so ist es demZweck dieser Abhandlung gemäß, auf den Ursprungdieser neuen Macht in Italien zu gehen, und dieFortschritte derselben kürzlich zu verfolgen.
Die mittäglichen und westlichen Länder Euro-xens hatten kaum angefangcn, von den gewaltsa-men Erschütterungen auszmuhcn, wodurch sie ihreneue Gestalt empfiengen, als der europäische Nor-den im neunten Jahrhundert aufs neue den Sü-den ängstigte. Aus den Inseln und Küstenlän-dern, welche heut zu Tage den; dänischen Scepterhuldigen, ergossen sich diese neuen Barbaren-schwarme: Männer des Nordens, Norrmän-ner nannte man sie; ihre überraschende schreckliche
Ankunft