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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
234
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Kunst ein Lager zu formiren, die Tugend und Manns-zucht des Ritterordens, den unerschrocknen, unbezwun-genen Muth in Gefechten kennen lernen, so schauauf unfern Staat. Alles dies; findest du Key uns;es ist zugleich mit der Obergewalt zu uns herüber-gekommen. Wir haben nicht die bloße Herrschaftempfangen. Sie kam zu uns, umgürtet mir ihrerTugend, im Gefolge aller ihrer Vorzüge. EureConsuln find bey uns: euer Senat ist bey unS: eureRitter sind bey uns. Die Großen unter den Fran-ken werden dich mit Klugheit beherrschen, fränkischeRitter deinen Beleidiger mit dem Schwerte vertrei-ben.

Du rühmst dich, mich gcruffen, mich zuerst zumBürger, nachher zum Kayfer gemacht, mir alles ge-geben zu haben, was dein war. Wie unerhört, wiewidersinnig, wie unerweislich das sey, magst du selbstund die Sachkundigen untersuchen. Laß uns in dieGeschichte der Kaiser neuerer Zeit hinemgehcn, undsehen, ob nicht unsre hochseligen Vorfahren, Carl undOtto den Besitz der Stadt keiner fremden Schenkungsondern ihrem eigenen Arm zu verdanken gehabt, objfie nicht Rom und Italien den Griechen und Lomgobarden entrissen, und durch Gewalt der Waffen zumfränkischen Reiche geschlagen haben. Das könnendeine Beherrscher Defider und Berengar beweisen,auf die du trotzest, denen du als deinen Kaysern an-hiengst. Die Geschichte lehrt eS, daß sie nicht alleinvon unfern Franken bezwungen und gefangen, sondernauch in der Gefangenschaft alt geworden, und gestör-ten seyn. Ihre Asche die bey uns begraben liegt,kann dies; unwiderleglich beweisen.

"Du sprichst, ich sey auf deinen Rufgekommcn.Za, ich bin gerufen; aber laß hören, weswegen?

Feinde