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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
133
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Urheber der Rebellion wäre. Er fiel in sein Gebiet,verbee-.re alles ringsumher, und fieng dann mit einerunzähligen Menge Ritter und Mannen die Belagerungder Stadt an.

Maynz ist eine große feste Stadt am Rhein, aufder Wasserseike dicht angebauk, und volkreich, auf dertandseite aber nur sehr sparsam bewohnt. Um disStadt herum zieht sich eine starke mit vielen Thürmenversehene Mauer. Sie hat eine erstaunliche Lange,dagegen aber eine verhältnißmäßig zu geringe Breite ;denn gegen Frankreich beengt sie ein mittelmäßig hoherBerg, gegen Deutschland der Rhein. Daher siehtman langst dem Rhein die schönsten Kirchen und Ge-bäude prangen, die andre Seite nach dem Berge istbloß zu Weingärten und andern ökonomischen Nutzun-gen bestimmt.

Der gemeine Soldat, von Hoffnung reicher Beu-te getrieben, bezeugte große Lust von dieser schlecht be-wohnten Seite einzubrechen, und Friedrich hatte alleszu thun, um ihn davon abzuhalten, denn er befürchte-te, der unvernünftige rasende Pöbel möchte bey derPlünderung auch die heiligen Oerter nicht verschonen,oder sie gar den Flammen Preiß geben. Unterdessenschickte Albert Deputiere an de» Herzog ab, die ihm sogute FriedenSvorschlage thun mußten, daß er im Ver-träum auf des Bifchoffs Redlichkeit seine Soldatenentließ, und von der Stadt abzog. Kaum hatte Al-bert dich bemerkt, so that er verratheriscyer Weise ei-nen Ausfall. Jetzt erst merkte Friedrich die List, mitderer war hintergangen worden, jedoch ohne auch nur immindesten zu zagen. Vielmehr erhöhte die Gegenwartdes Feindes seinen Muth; er gieng mit dem Rest sei-ner zerstreuten Truppen den Bischöffiichen entgegen,und lieferte ihnen eine Schlacht, die so lange dauerte,

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