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[1] (1790) (1790)
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nicht helfen konnte, da es ih-m sowohl an Land - als anSeemacht fehlte. Jedoch, was Gewalt nicht ver-mochte, das erreichte er durch eine eben so unrühmlicheals fein angelegte List. Er trat seine Stelle in An-tiochien an Tancred, MarkesiuS und seiner SchwesterSohn, ab, und liest sich für todt halten. Das Gerüchtvon seinem Tode verbreitete sich bald durch die ganzeWelk. Als er glaubte, daß es schon hinlänglich ver-breitet sey, liest er sich in einen hölzernen Sarg ver-schlossen, auf einem Schiff, das nach Rom bestimmtwar, aus Sudec, der Rhede von Antiochien, weg-bringen. Jeder von seinen Landsleuten, der denSarg und das Leichengepränge um dasselbe erblickte,raufte sich wehmuthsvoll unter lautem Geheule dieHaare aus. Bohcmund lag ausgestreckt wie eineLeiche da, und schöpfte durch verborgne, LuftlöcherAthem.

Dieß geschah auf der Rhede. Auf der Seereichte man ihm während der Farth Speise und Trank,doch ohne die Leichen - Ceremonie auszusetzen. Znden Sarg legte man einen abgeschlachteten Hahn, dernach einigen Tagen in Verwesung übergieng, und denBetrug noch wahrscheinlicher mochte. Zn der Thatmußte eS Bohemund in der Verstellungökunst weit ge-bracht haben, da er seiner Nase so übel mitspielen konn-te. Man kann hieraus deutlich sehen, wie hartnäckigdie ganze Nation der Barbaren auf ihren Entschließun-gen zu bestehen pflegte. Nichts ist so schwer, was sienicht ertrüge« Selbst Quaalen legt sie sich auf, wennes ihre Absichten erheischen. Die Peinigung aber,welche sich Bohemund anthat, behauptet, als die einzi-ge in ihrer Art, den Vorrang unter allen den unzäh-ligen Kunstgriffen, die er zum Verderben des römischen

Staats