-75
len Seiren wohin man es haben wollte, verbreitete,waren den Pisanern eben so neu als furchtbar. IhrSchrecken vermehrte sich noch durch einen heftigenSturm, der auf einmal zu toben ansieng. Sie hobendas Treffen auf, und seegelten weiter.
Die kaiserliche Flotte legte sich Key einer kleinen,Insel Seutlos vor Anker; den andern Tag gieng sienach Rhodus- Hier wurden die Gefangenen, unterdenen sich auch einer aus Bohemunds Familie befand,anö Land gesetzt, und ihnen gedroht, daß man sie ent-weder als Sclaven verkaufen, oder erwürgen wolle.Die Kaltblütigkeit, mit der sie diese Drohungen anhör.ten, war Ursache, daß man sie auf der Stelle nieder-machte. Die übrigen landeten auf Cypern, mit demVorsätze, diese Insel mit noch mehrern andern zu plün-dern. Allein kaum rückte ihnen Philocales Eumarhiusentgegen, so warfen sie sich wieder in die Schiffe undrichteten ihren Lauf nach jaodicea. In der Verwir-rung mit der sie abzogen, vergaßen sie, mehrere vonden Ihrigen, welche sich auf der Insel um Beute zumachen zerstreut hatten, mitzunehmen. Als diese nunzurück kamen, und keine Schiffe mehr fanden, stürz-ten sie sich aus Verzweiflung ins Meer.
Lantulph und die gesammte Admiralität kamen inCypern zusammen, wo man einmüthig beschloß, demBohemund Friedensvorschlage zu thun. Zu diesemGeschäft wurde ButumiteS ausersehn. Er kam nachLaodicea, fand daselbst Mangel an Lebensmittel, abernoch immer denselben, Bohemund, der seine alten Tü-cke nicht verläugnete, und ihn nach einem zweymöchent-lichen Aufenthalt mit folgender Antwort absertigte:„Ihr seyd in keiner andern Absicht gekommen, a's um
S 4 unsre