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günstige Menschen beeiferten sie in Ungnade zu stürzen,desto freundlicher, und lieberaler wurden sie von ihmbehandelt. Jeder andere würde in ihnen nichts altverdächtige Personen gesehen haben, derer man sich sobald als möglich entledigen müßte. Er gab ihrer Mut-ter reichliche Geschenke, ließ ihr alle Ehre, die einerKaiserinn gebührt und dem Nicephorus gab er die In-sel Creta zur Appanage.
Leo, ein biedrer, treflicher, leutseliger Mensch, zufrie-den mir dem, was er aus des Kaisers Güte genoß, warganz das Gegencheil von seinem Bruder, der dem Kai-ser von Herzen gram war, und unaufhörlich nach derKrone strebte, aber dabey seine Tücke geheim zu hal-ten verstand. Endlich als sie zur Reife gediehen wa-ren, und er sich deßhalb mehrern entdeckte, ward seinVorhaben ruchbarer. Der Kaiser erfuhr es, undschlug einen ganz eignen Weg ein. Er ließ die Mit-wisser des ComxlottS, einen nach dem andern gelegent-lich zu sich kommen, that ihnen die besten freundschaft-lichsten Vorstellungen, doch ohne sich im geringsten et-was von dem, was er gehört hatte, merken zu lassen.Je gewisser die Verrätherey ward, desto gefälliger be-trug er sich gegen sie; allein Nicephorus blieb verstockt.Er brachte von Tage zu Tage immer mehrere, theilsdurch Geschenke, theils durch Versprechungen, auf sei-ne Seite. Unter den gemeinen Soldaten brauchte ergar nickt mehr zuwerben, denn diese waren ihm schon al-le ergeben. Es fehlte nichts mehr, als daß auch dieGroßen unter der Armee, und im Senat sich mit ihmvereinigten, welches dürchzuseHen er seht alle seineKunst verschwendete.
Nicephorus war «in sehr unternehmender Kopf,aber unstät in seinen Entschließungen, wo ihn die Herrsch,sucht nicht beseelte. Ein angenehmer Gesellschafter und
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