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Der Kaiser erinnerte ihn schriftlich an sein gegebnesVersprechen, weil Ließ aber nichts helfen wollte, muß-te Johannes, der Sohn des Sebastocrakors, gegenihn ins Feld rücken. Dieser unerfahrne hitzige Jüng-ling setzte bey Lipenium über den Fluß, und lagerte sicham Fuß des Berges, unter Sphentzanion. Bolkangab, wie das vorigemal, die besten Worte und rüste«te.sich unterdessen heimlich zu einem Uebersall.
Indem seine Truppen schon im Anzug begriffen sind,bringt ein Mönch dem Johannes die Botschaft, daßder Feind anrücke, wird aber als ein Lügner und Be-trüger, mit Unwillen abgewiesen. Bald aber giengendem Johannes die Augen auf, denn in der folgendenNacht überfiel ihn Bolkan unvermuthet im Lager, undrichtete ein entsetzliches Blutbad in demselben an. Vie-le von denen, die seinem Schwert entrannen, ertrankenin dem Strom; die übrigen suchten ängstlich das Zeltihres Feldherrn, und schlugen sich noch glücklich mitihm durch.
Bolkan, der nun seinen Zweck erreicht hatte, setztesich wieder bey Sphentzanion. Die Parthey des Jo.Hannes, zu schwach, um etwas gegen den Feind zuvermögen, gieng über den Fluß zurück, und hielt ohn-gesähr i2 Stadien vor Lipenion, wo man den Ent-schluß faßt, nach Constantinopel zu gehen. Weil diekaiserliche Armee so gänzlich zu Grunde gerichtet war,daß sich niemaüd mehr im Felde blicken ließ, so hatteBolkan sreye Hand, nach Belieben auf feindlichemBoden zu schalten. Er plünderte demnach Stadt undLand, sengte, und verwüstete alles rings um Ccopia,streifte bis Polubon und Branea, richtete dort entsetz-liche Verheerungen an, und kehrte von da mit vielerBeute beladen nach Hause.
Kaum