wolle. Ncben dem wurden ihm auch noch mündlichesehr nachdrückliche Vorstellungen gechan, und ihm an-gckündtgc, daß ihn der Kaiser sür einen offenbarenFeind erklären würde, wenn ec in diesem Stücke nichtzu Willen wäre.
Gregor erschien also wieder in Constantinopcl. DerEhekontrakt ward in aller Form abgefaßt, und er selbsteinem gewissen Michael, einem Verschnittnen und Hof-bedienten der Kaiserin, zur Aufsicht übergeben. Ale-xius begegnete ihm mit aller nur möglichen Huld, undließ ihn die beste Erziehung und allen Unterricht in derKriegswissenschaft geben, allein der junge Mensch be-trug sich gar zu unbändig; er wollte niemanden, auch> nicht seinem Hofmeister Gehör geben, und beklagtesich, daß man ihn nicht standeömässig behandle. End-lich kam der undankbare Mensch gar auf den Einfallzu seinem Vater zu gehen. Er entdeckte den Vorsatzdreyen Personen, dem Georg DecanuS, EustachiusKamytzeS und dem Mundschenken (oder wie es in derHoffprache heißt: Pincerna) Michael. Diese dreywaren sehr tapfere Männer und genossen die vorzüg-liche Gnade des Kaisers. Michael offenbarte Letztermwas er wußte, fand aber keinen Glauben.' Gregorfuhr demnach ungehindert fort, und drang auf dieBeschleunigung feiner Flucht, auf welcher ihn aber dieGetreuen des Kaisers nicht anders als unter der Be-dingung begleiten wollten, daß er ihnen vorher eidlichversicherte, cS sollte- ohne ihren Scha en geschehen. Inder Absicht schlagen sie ihm vor, die Spitze des heili-gen Speers, womit die Seite unserS Erlösers durch-stochen wurde, herbeyzuschaffen; damit er bey Vorhal-tung desselben auf den Heyland schwören könne, sie ga-ben auch die Stelle an, wo sie zu finden sey. Er istgleich dazu bereit, und gehr fort sie heimlich zu entwen-den.