der Folgende m'emahls, was mit dem Vorhergehendengeschehen war, und der Kaiser erreichte ohne Schwert-schlag seine Absicht. Die Güter der Gefangenen wur-den an Soldaten, die sich in den Schlachten brav ge-halten hatten, verschenkt, ja der Kaiser gieng'so werk,daß er ihre Weiber, durch einen dazu Bevollmächtig-ten, ausheben und in Verwahrung bringen ließ. DieseStrenge dauerte aber nicht lange. Viele Manichäerwurden getauft, viele erhielten nach geschehener Unter-suchung Freyheitin ihr Vaterland(4z)zu wandern,das siejedem andern Ort vorzogen. Die übrigen, welche erfür schuldig befand, wurden auf die Inseln verwiesen.
Nach beendigter Sache gieng Alexius nach Constan-tinopel zurück, wo man so laut und dreist gegen ihnsprach, daß er darüber nicht wenig beunruhigt wurde.Man konnte ihm das Mittel nicht vergeben, das er inden Bedrängnissen des Staats ergriffen hakte, ob gleichkein andres mehr übrig gewesen war. Man nannteihn einen Kirchenräuber, da er doch die Kirchengüter,durch die er dem sinkenden Staat wieder aufgeholsen,blos als ein Darlehn betrachtete, das er mit der Zeitwiedergeben müsse. Wollte sich nun Alexius nicht zueinem allgemeinen Staatsgespräch machen lassen, wollteer es nicht zugeben , daß die unschuldigste seiner Hand-lungen durch niederträchtige Deutungen verunglimpftwurde, so mußte er einen Weg einschlagen, auf demer seine Veriäumder zum Schweigen bringen konnte.Dieß konnte aber nicht besser als durch eine Rechtferti-gung geschehen, die er sich selbst von einer öffentlichenVersammlung verschaffen wollte.
Er berief also den gesammten Senat, den Kriegs-rath , und die Geistlichkeit in den blachernischen Pal-lasi, von denen allen keiner des Kaisers Absichten wuß-te , der dem Scheine nach als Richter auf dem Throne
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