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[1] (1790) (1790)
Entstehung
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55
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auf die erhaltene Ordre, leugnete aber, daß er dieganze Macht zusammen ziehe. Die Armee, sagte er,steht durch das ganze Land zerstreut und kann sich nurauf verschiedenen Wegen der Hauptstadt nahen; werdas nicht weiß, muß freylich glauben daß die ganzeArmee im Marsch sey. Der Kayser fand sich dadurchbefriedigt und Borilus mußte schweigen. Der zweyteFreygelassene war nicht so geschäfftig, und ließ denAlexius mehr in Ruhe.

Itzt aber da alle Anschläge zu Nichte wurden, nah-men sie sich ernstlich vor, durch ein kühnes Wagestückden Streich zu beendigen. Man will für gewiß be-haupten, Borilus habe nach der Krone gestrebt, undden Germanus in seinen Plan gezogen. Wenigstensversprachen sie sich schon das Beste, und waren zuver-sichtlich und dreist genug, nicht einmal einen Schleyerüber ihr Vorhaben zu werfen. Ein gewisser Alane,der die ansehnliche Würde eines Magistri bekleidete,machte sich, von ihrem Anschlag unterrichek, noch mittenin der Nacht auf, eilte zu den Comnenern, und er-zählte dem Alexius alles, was er davon wußte. Nunwar es die höchste Zeit, dasjenige ins Werk zu setzenwas ihnen schon langst die Klugheit gerathen hatte.Alexius wußte, daß das Heer den dritten Tag bey Tzu-rulum eintreffen müsse (einem Städtchen an der Thra-zischen Grenze gelegen) und dieser Umstand schien ihmäußerst günstig zu seyn. Er begab sich noch um dieerste Nachtwache zum Pacurian, der ein Arme-nier von Geburt, und ein sehr beherzter Mann war,entdeckte ihm die ganze traurige Lage, in der er sichbefände, und bat ihn um seinen Beystand. Pacmianwar auch sogleich bereitwillig mit ihm zu fliehen, jedochmit. dem Bedinge daß sie sich noch vor Tages Anbruchentfernten. Sie verbanden sich darauf eydlich zu wech-D 4 selsei.