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Eine von ihnen kann in die Parallele gelenkt werden ; und dieandre? für sie giebt es keine passendere Wendung, als nach derUnterdominante. So schreibt Seb. Bach:
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Nach viermaligem Verweilen im Haupltone senkt sich also dieModulation, um nun in einem stärkern Aufschwünge durch dieHauptparallele die Dominantentonart zu erreichen; denn diese triltendlich in der folgenden (siebenten) Strophe ein.
Pedantisch war’ es übrigens, wenn man die Vermeidung desDominantenschlusses erzwingen wollte ; auch hier darf uns die Regelnicht zur Fessel werden, sie soll nur unsre Leiterin sein. Dererste Theil des luther’schen Chorals, Ein’ feste Burg ist unsreGott, zeigt uns gleich einen Ausnahmefall. Die erste Strophe kannebensowohl im Haupttone, als in der Dominante schliessen, diezweite und mit ihr der erste Theil, schliessen füglichst im Haupt-tone. Hier steht uns nun die Wahl offen. Besorgen wir von demviermaligen Schluss im Hauptone Einförmigkeit und Ermattung,so gehn wir unbedenklich in die Dominante. So hat Seb. Bachin drei Behandlungen dieses Chorals modulirt, und sogar ein Zeit-genosse und Freund Luther’s, J. Walter*), ist ihm darin voran-gegangen. Gewiss müssen wir diese Dominantwendung der Behand-lung des sonst verdienten Seth Calvisius**) vorziehen, der die-selbe Strophe so
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behandelt, also mit zwei Molldreiklängen schliesst. Die Autoritätdes alten Namens und das Fremdartige darf uns nicht blenden;weder am Schlüsse, noch im dritten Takte sind die Molldreiklängeund der Mangel an Zusammenhang und Folge bei ihnen dem Sinndes Ganzen, oder der besondern Textslelle entsprechend. — Einedritte Behandlungsweise wäre die nachstehende***):
*) J. Walter’s Gesangbuch von 1551.
**) Seth Calvisius, Kirchenges'dnge und geistliche Lieder. 1597.
***) Aus dem evangel. Choral- and Orgelbuche.