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sondern die vorhandnen zu behandeln. Allein stets wird Melodien,die sich auf die Tonika stützen, authentische Kraft, und Melodien,die sich mehr dominantisch, um die Tonika herum bewegen,plagalisehe Milde und Schmiegsamkeit eigen sein, — wofernnicht etwa ihr sonstiger Inhalt mit überwiegender Kraft einen andernSinn ausspricht.
B. Der harmonische Gesichtspunkt.
Nur diejenigen auf die sieben Tonstufen gegründeten Ton-reihen konnten Tonarten werden, die einen touischen Akkord, alsoeinen grossen oder kleinen Dreiklang auf der Tonika, abzugebenim Stande waren. Die Tonreihe von H bietet keinen grossen oderkleinen, — sondern einen verminderten Dreiklang auf ihrer Tonika(, h-d-f ) dar; darum konnte sie, wie schon gesagt, nicht zur Tonikawerden.
Von den übrigen sechs Tonreihen bieten drei auf ihrer To-nika grosse Dreiklänge, nämlich
die ionische, c - e - g,die lydische, f - a - c,die mixolydische, g - h - d.
Sie sind daher unserm Dur zu vergleichen. Die andern dreiTonreihen haben kleine Dreiklänge auf der Tonika, nämlich
die dorische, d - f - a,die phrygische, e - g - h,die äolische, a - c - e,
und würden in sofern unserm Moll zu vergleichen sein.
Sehr leicht finden wir aber, dass nur eine einzige dieser sechsTonreihen unsern Tonleitern von Dur und Moll wirklich gleicht,nämlich die ionische. Die übrigen weichen schon melodisch vonden unsern ab ; die lydische z. B. hat statt der grossen Quartedie übermässige, h\ die mixolydische statt der grossen Septime,ßs, die kleine,/; und so alle übrigen. Natürlich muss diese Ab-weichung auch Abweichungen in der Harmonie nach sich ziehen.
Setzen wir nun die lydische Tonart einstweilen, wie obenbeschlossen, bei Seite, und beginnnn die nähere Betrachtung deralten Tonarten, bei derjenigen, welche unserm Dur wirklich gleicht,nämlich bei der ionischen: so finden wir auf deren Oberdomi-nante die mixolydische Tonart, auf der Dominante der letztemdie dorische, dann die äolische, dann die phrygische Ton-art, stets auf der Dominante der vorhergehenden, gegründet.
So baut sich, wie in unserm Quintenzirkel, eine Progressionvon quintenweis aus einander stehenden Tonarten :