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Satz wiederholungei), deren sich in mehrern Chorälen lin-den, sind schon einer aufmerksamem Ueberlegung werlh. Bisweilenliegt es im Sinn des Chorals, die Modulation bei dergleichen Wie-derholungen gar nicht oder nur gelinde zu verändern. Bisweilenkann eine geschickte Anordnung weniger nahe liegender Harmonienmehr thun, als Herumwühlen in den mannigfachsten und fern-sten, unerwartetsten Akkorden. Ein Beispiel giebt der zweite Thcildes Chorals: Wie schön leucht’ uns der Morgenstern*).
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Es ist leicht zu sehen, auf wie vielfache Weise diese Stelleanders und reicher hätte behandelt werden können ; aber schwerlichwürde eine solche Behandlung dem Sinn dieses Chorals besser zu-gesagt haben. Daher sind auch im dritten und vierten Takte dieMitt.elstimmen mehr zurückgehalten als entfaltet worden.
Ungünstig einer würdigem, kirchenmässigen Harmonie habenwir schon bei No. 469 solche Melodiesätze gefunden, die sich zufest an einen einzigen Akkord binden und damit auch die Modulationan ihn zu fesseln drohen. Dieser Fall zeigt sich auch in dem Cho-ral: Einer ist König, Immanuel sieget (Beilage No. XIX.)
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Hier hat man den Anfang («) dreistimmig gesetzt, um im Ver-ein von Diskant und Alt ihn zu verstärken ; nun tritt die vierstim-mige Harmonie um so klarer hervor. Bei b ist der Oktavensprungin der Melodie durch Ruhe in der Harmonie ausgeglichen und durchden Oktavensehrilt des Basses vorbereitet.
Zweitens lenken wir die Aufmerksamkeit auf das künst-lerische Ziel der Choralbehandlung. Denn endlich sind Harmo-nien und Melodien nur die Mittel, um auszusprechen, was unsreSeele bewegt, was der Choral im Herzen der Singenden und Hö-renden erwecken soll.
') Die Melodie in der Beilage XIX.