E S il I e 11 M n g“.
Im ersten Buche haben wir uns die wichtigsten Mittel angeeig-net, die Tonwesen und Rhythmus darbieten für künstlerischeAufgaben. Nunmehr schreiten wir zu der Verwendung dieser-Miltel auf künstlerische Zwecke fort.
Zwar haben wir auch schon im ersten Buche, schon mit derNaturharmonie Tonstücke gebildet, die in ihrer Sphäre möglicher-weise befriedigen, künstlerische Wirkung und Geltung haben konn-ten. Aber wir waren in den Mitteln beschränkt, also unfrei, unddiese Tonstücke (wie alle bisherigen Arbeiten) waren nur Mittelzur Uebung, nicht um ihrer selbst willen gebildet. Unsre künftigenArbeiten sind allerdings ebenfalls zur Uebung und Entwicklungunsrer Kräfte bestimmt ; aber sie können schon für sich selber alsKunstleistungen gelten.
Wir gehen von hier aus alle Aufgaben durch, die sich demKomponisten darbieten ; beginnen aber wieder mit dem Leichtesten.Die erste Aufgabe ist
Begleitung gegebner Melodien.
Es sind zunächst zweierlei Arten von Melodien, deren Begleitungvom Komponisten gefodert werden kann:
Choralmelodien undweltliche Volksmelodien;
andre sind gewöhnlich schon von ihrem Erfinder mit der nöthigenBegleitung versehen.
Wir beginnen mit den Choralmelodien, als den einfachsten undzugleich wichtigsten.