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Neunte Alitheilung*.
Harmoniefreie Töne innerhalb harmonischen Salzes.
Vorhalte und vorgreifende Töne waren der erste Schritt zurBefreiung vom ewigen Terzenwesen unsrer Akkorde, und von derAbhängigkeit jedes Melodietons von der darunter befindlichen Har-monie. Im Grunde dauert freilich diese Abhängigkeit der Melodievon den Akkorden noch fort. Wenn unsre Melodie nicht zu demdaruntersteheuden Akkorde gehören will, muss sie sich an den vor-angehenden oder nachfolgenden Akkord halten. Gleichwohl habenwir doch eben diese Wahl erlangt, und zwar ist uns die neue Frei-heit aus dem Akkordwesen selbst, — oder genauer zu reden —
erwachsen.
Nun wissen wir aber, dass in dem einzelnen Akkorde seihstein melodisches Element liegt, dass wir seine Töne nach einander,in melodischer Form, aulführen können. Dies ist die andre Seiteder Harmoniegestaltungen ; sie muss uns jetzt neue melodische Bah-nen eröffnen. — Hier —
haben wir die Oberstimme durch alle Töne des Akkordes melodischdurchgeführt. Sie ist demnach in lauter Terzen einherge-schritten. —
Was ist aber die Terz anders, als die dritte Stufe — die wirfür eine solche erkennen, weil wir wissen, weil wir uns vor-stellen, dass zwischen Grundton und dritter Stufe noch eineStufe mitten inne liegt, zwischen cj und e das dl So hilft sichauch der angehende Sänger, wenn er c-e nicht treffen kann, dadurch,dass er das zwischenliegende d mitsummt.
Wie nahe liegt es also, diesen Zwischenton wirklich in derMelodie mit aufzunehmen!
aus der Verbindung der Akkorde
Ein solcher Ton wird
Durchgang
genannt; wir gehen von c durch d hindurch nach e.