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1 (1852)
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halt und Akkord fortbestehn ; trotz Vorbereitung und Auflösungwerden wir statt des Akkordtons einen fremden, z. B. statt f undd im obigen Falle, g und e vernehmen. Der Widerspruch findetalso, genauer angesehn, zwischen dem Vorhaltton und demdurch ihn zurückgehaltnen Intervall des Akkordesstatt. Um ihn daher nicht zu schroff herauszustellen, ist

drittens rathsam, nicht den Vorhalt und das durch ihn zu-rückzuhaltende Intervall zugleich einzuführen. Wollten wir z. B.den obigen Satz so darstellen :

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so würde im zweiten Akkord in der vierten Stimme die Oktavedes Grundtons vorgehalten (durch einen Vorhalt zurückgehalten),während dasselbe Intervall zugleich mit dem Vorhalt in der Ober-stimme aufträte ; so nähme ferner im vierten Akkorde die Oberstimmedie Quinte des Grundtons (</), während die vierte Stimme dazu denVorhalt e vernehmen liesse. Noch greller würde der Widerspruchder nichl zusammengehörigen Töne, wenn man sie neben einander

330

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legte. Man bemerke, dass hier Grundton und Oktave desAkkordes unterschieden werden ; die Oktave kann, wie No. 328zeigt, vorgehalten werden, unbeschadet des gleichzeitigen Eintrittesdes Grundtons.

Wo können nun Vorhalte angewendet werden? Ueberall,wo die obigen Bedingungen erfüllbar sind ; unter Beobachtung die-ser Bedingungen :

1. in jeder Stimme,

2. zu jedem Akkorde,

3. für jeden Ton eines Akkordes.

Unser obiger Versuch (No. 328) leitet auf eine Art von Vor-halten, die wir

Vorhalte von oben

nennen; der Vorhallton ist ein solcher, welcher eine Stufe hin-absteigen muss zur Auflösung in den Akkordton. Folglich kannjeder Akkordton, der eine Stufe hinabsteigt, zu einemsolchen Vorhalte benutzt werden.