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Grund haben. — Diese Entfaltung der Harmonie zog die Modulationin fremde Tonarien nach sich. Beide zusammen beschäftigten uus soganz, dass das melodische Element, die Stimmführung, sich ihnenunlerordnen und die weitere Entfaltung der Rhythmik und Kon-struktion zuriickgeselzt werden musste.
Erwägen wir nun, was wir in dieser rastlosen und gränzen-losen Entwickelung erlajigl haben.
Mit dem anschwellenden Reichlhum sind uns zahllose Mittelund Wege zu den mannigfachsten Zwecken eröffnet. Wir könnenNichts von allem entbehren. Aber die Urkraft der erstenBildungen, — der besondre Sinn und Werth jedes frühem Ge-bildes besteht fort.
Keine aller spätem Harmonien reicht in Klarheit, Würde, ein-geborner milder Kraft an den Urakkord, an jene erste Harmonie,
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welche die Mutter aller übrigen, und nach Lage der Töne undVerhältnis der Verdopplungen ihr Muster ist.
Wir halten sie aus den Händen der Natur empfangen; siewar der harmonische Grundbegriff des ersten Tonreichs, des Dur-geschlechts.
Ihr bestimmendes Intervall, die helle sichre grosse Terz, wurdeverringert, zur kleinen Terz erniedrigt, getrübt; — und in ge-minderter Kraft, getrübt in der ursprünglichen Nalurheilerkeit, standder kleine Dreiklang, der harmonische Grundbegriff des Moll-geschlechts, vor uns. —
Kein späterer Akkord spricht zugleich so bestimmt und milddas Verlangen nach der Ruhe des Anfangs aus, als der Domi-nan t-Akkord, mit dessen Austritt aus der Ruhe des erstenDreiklangs die Bewegung in die Harmonie gerufen wurde, die auchnicht anders, als durch ihn wieder zur Ruhe eingeht.
In den ersten Nonen-Akkorden war eben nichts, als einüberquellender Dominant-Akkord waltend. Was an Tonfülle,an Steigerung des Verlangens, auch an Bestimmtheit des Tonge-schlechls gewonnen worden zu schärferm, ja überschweng-lichem Ausdrucke, wird uns vielfältig willkommen sein, istaber auf Kosten der Milde, der Klarheit und leichten Beweglich-keit erlangt. — Wiederum erscheint der kleine Nonen-Akkord alsdas Getrübte des grossen, wie der kleine Dreiklang gegen dengrossen, oder Moll gegen Dur. Aber auch die Nonen-Akkorde, wiedie ihnen vorhergehenden, sind unmittelbare Harmonien, sieruhen insgesammt auf ihrem eignen Grundtone.