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so kann dies den vollsten und majestätischsten Schluss bilden ; imvorstehenden Beispiel ist, nach so reicher Anwendung der Ober-dominante, zuletzt noeh die Unterdominantenharmonie zu Hülfegerufen worden.
Diesèm Sinn entsprechend kann nun der Orgelpunkt mehroder weniger ausführlich auch zu Anfang eines Tonstücks Anwen-dung finden, dem reiche Modulation zugedacht ist ; in höchsterErhabenheit ist so der Anfang der Matthäischen Passion von Seb.Bach auf einen Orgelpunkt gebaut. — In einer andern Bedeutung,mit dem Drang leidenschaftlichen, schmerzlichen Festhaltens, setztdas Allegro von Beethoven’s Sonate pathétique und vonMozart’sDon Juan - Ouvertüre in orgelpunklähnlicher Weise ein. Auch dasAllegro von Beethoven’s Ouvertüre zu Leonore beginnt miteinem 32 Takte langen Orgelpunkt, über dem sich die erhabneMelodie gehalten und kühn aufschwingt.
Je reicher und mächtiger aber diese Gestaltung ist, desto trüb-seliger nimmt sie sich aus, Wenn sie ohne würdigen Anlass, oderals stehende Manier, oder in sich selbst ärmlich entfaltet, erscheint.Dann ist sie, im besten Fall, unnützer Schwulst von Tönen; dannauch wirkt der ohne tiefem Grund liegen bleibende Bass träge undfaul. In dieser Weise hören wir ihn besonders in französischenOpernouvertüren und ähnlichen Erzeugnissen viele Takle durchsummen, oder in rhythmischen Schlägen sich unserm widerwilligenOhr einbläuen, ohne dass die lauge und dünne Vorbereitung irgendeine Folge hätte, die der Mühe lohnte; es ist vielmehr stum-pfes, bewusstloses Fortbrüten, als lebendig quellende Tonentfaltungzu nennen *).
*) Die alten Tanzweisen unter dem Namen Musette (Seb. Bach hat einPaar liebliche geschrieben) eine Erinnerung an die Weise des Dudelsacks,
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