Druckschrift 
1 (1852)
Entstehung
Seite
202
Einzelbild herunterladen
 

202

(a), ja, stellt sich in Dur selbst ohne Weiteres auf (b), zwischcnDurakkorde milten hinein,

gleichsam als batte man die Absicbt gehabt, mit ihm nach Moll zugehn, war aber dann wieder nach Dur zuriickgékehrt. So behan-delt ihn hier bei a

L te

l>.:t

N 1 te

ï ^ JLJ-

\ 1 te

J ^

- .. .

.

i i

P-P-

t/-

d- -J ...

1-1-1

i i

t T-

i i

-f**

i M :=

~\=.

i & ^

=f^=

i- r 4

Beethoven, so liebt jugendlicher Ungestüm (im Komponi-sten oder in der Situation) Wendungen, wie die bei b, w r obeidie Auflösung von dis-Jis-a-c nach e-g-c und das Beharren desBasses unter Akkorden, zu denen er gar nicht gehort, bis auf Wei-teres unerörtert bleiben moge.

Nach seiner ursprünglichen Stellung müsste der verminderteSeptimenakkord durchaus auf seine Molllonart (also z. B. gis-h-rf-ydurchaus auf AmoW) bezogen werden, wenn sich nicht jenerHang nach Durwendungen auch bei ihm zeigte. Dagegen ist ihmdie andre Unsicherheit, die wir an dem vorigen Septimenakkordebemerkt haben, nicht eigen ; er kann nach Abstammung und Ton-inhalt nur einer einzigen Tonarl angehören; z. B. der verminderteSeptimen-Akkord h-d-f-as kann nur in Cmoll (von den Tonen inCmoll) errichtet werden, was jeder sich selbst beweisen mag. Voneiner ganz andern Seite werden wir übrigens diesen Akkord spater(S. 205) kennen lernen.

5. Der verminderte Dreiklang.

Wir haben diesen Akkord (S. 134) zuerst kennen gelernt alseinen Dominant-Akkord mit weggelassnem Grundton; h - d-f z. B.erschien uns zuerst als unvollstandiger Dominant-Akkord von C.