165
thigung gefunden (wie S. 155 bei den Molltonarten) zum Noneu-Akkorde vorzudringen, so baben wir doch jetzt Anlass, letzternauch in Dar zu suchen.
In Moll fanden wir den Nonen-Akkord auf der Dominante;er war ein Dominant-Akkord mit zugefügter None. Folglich setzenwir dem Dominant-Akkord in Dur ebenfalls eine None — und zwardie in Dur vorfindiiche — zu, z. B. in ^4dur:e - gis - h - d
e - gis - h - d ... . und.... fis,und haben hiermit den Nonen-Akkord in Dur gebildet.
Dieser unterscheidet sich vom Nonen-Akkord in Moll —e - gis - h - d - f,e - gis - k - d - fis,
nur durch die None, die in Moll klein, in Dur aber gross ist.Daher heisst der Nonen-Akkord in Moll der kleine, und der inDur der grosse Nonen-Akkord.
Da der grosse Nonen-Akkord eben so gebildet ist, wie derkleine, so folgt er auch denselben Gesetzen.
Zunachst also können wir ihu nicht blos durch Weglassuugder Quinte erleichtern, sondern auch durch Weglassuug desGru n dtons aus ihm einen neuen Septimen-Akkord, z. B. in Cdur ausg-h-d-f-ah - d - f - a
machen. Diesem Septimen-Akkorde haben wir gar nicht nöthig,einen besondern Namen zu gebeu*); er ist dazu nicht wichtig ge-nug, so wenig wie eine Reihe andrer Septimen-Akkorde, die wirnoch zu erwarten haben.
Sodann gilt von den Umkehrungen des grossen Nonen-Akkor-des, was oben (S. 162) von denen des kleinen gesagt worden.
Endlich folgt der grosse Nonen-Akkord auch in seiner Auf-lösung dem Gesetz des kleinen, wie hier im Schema
S - h - d - ƒ
g - h - d - / - a
h - d - f - a
h - d - f
cc eg
*) Einige Theoretiker nennen ihn den kleinen Septimen-Akkord,weit seine Terz, Quinte und Septime klein sind. Die Bildung des Namens istrichtig, der Name selbst aber entbehrlich ; — oder man müsste alle Septimen-Akkorde benennen, was eben so lastig als unnütz ware.