Druckschrift 
1 (1852)
Entstehung
Seite
148
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M8

Fünfter Abschnitt.

Anwendung der neuen Harmoniemotive auf Begleitung.

Wie bei der zweiten Harmonieweise (S. 122) so könnenaucb bier folgerichligere Begleilungen gewonnen werden, wenn wirdazu die durch die Umkehrungen gewonnenen Motive verwenden.Es bedarf dabei kaum einer Anweisung; sobald sich in der Melodiegleichmassige Bewegung (wie bei den vorstehenden Beispielen zuGangen) zeigt, hat man zu priifen, ob dadurch anch folgerichtigeHarmonisirung möglich wird, und welcbe. Welchen Gewinn dasbringt, ist schon bei der zweiten Harmonieweise ge zeigt worden.

Eine Gestalt aus den neuen Harmoniegangen verdient nocheine Bemerkung: die der dreistimmigen Sextakkorde. Wir könnenihr leichtes flussiges Wesen benutzen, wenn ein Satz leichter undleiser als die iibrigen dargestellt werden soll; in den Uebungenwerden dergleichen Satze von nun an mit p {piano) die andre mitf (forto) angedeutet; wo nichts angegeben ist, wird vierstimmiggesetzt.

Nun ein Beispiel, die erste und zweite Harmonieweise über-gehen wir.

-dJ-t-cJl-t-l-4.- --

J I I I I I I J

<=J_ * d

:=pi*£=i:*

f I P

-e-

+ 4

Hier ist Mancherlei zu bemerken, abgesehn davou, dassdas Ganze sich offenbar mannigfalliger und fliessender darstellt,als alle bisherigen Harmonie-Satze. Die Bemerkungen folgen denZiffern.

1 und 2. Zwei Dreiklange sind ohne Terz geblieben. Es istzu Gunsten des fliessenden Gangs der Unterstimme (wir nehmenan, dass es der Tenor sei) geschehn. Bei 1 ist die fehlende Terz