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gelernt; er ist ein Dreiklang mit kleiner Terz und grosser Quinte,also ein kleiner Dreiklang, gleicli den früher gefundnen a-c-eund e-g-h.
Zweitens haben wir zu d, indem wir es als Terz selzten,noch einen andern neuen Akkord gefunden, h-d-f. Diirfen wiraueh den gebrauchen? — Nein, denn seinesgleiehen haben wirnoch nicht kennen gelernt; er bat kleine Terz und kleine Quinte,wahrend unsrc grossen und kleinen Dreiklange eine grosse Quintehaben. Diesen Akkord wollen wir also noch nicht anweuden; erist zur Erinnerung mit kleiner Schrift nolirt.
Gehen wir so alle Töne durch, so findet sich, dass wirzn c, e, g und a drei, zu d, f und h zwei Akkorde anwendenkönnen, mithin überall zwischen zwei oder drei Akkorden dieWahl haben.
Allein diese Freiheit der Wahl bat auch ihre hedenkliche Seile.Bei der ersten Weise unsrer Harmoniebehandlung standen wirunter dein Zwang der vorgeschriebnen Ziffern, waren aber durchdiese auch vor allen Fehlern gesichert. Jelzt sind wir'frei, ver-lieren aber auch jene Sicherung vor Fehlern und iniissen uns sel-ber Schritt fiir Schrilt vor ihuen sichern; wir mussen überall sor-gen, den nöthigen Zusammenhang zu bewabren , Quinten-und 0 k t a v e n f o 1 ge n zu vermeiden. — Zuerst sei vom Zusammen-hang der Harmonie die Rede.
Zusammenhangcnd haben wir (S. 81) diejenigen Akkorde bc-funden, die auf nachstverwandte Tonarlen deuten. Das S. 80 ge-gebne Schema
F .-C' --. G
deutele für Cdur die drei grossen Dreiklange und damit dieHauptlonart C mit ihren nachsten Verwandten an. Seitdem habenwir allmahlig drei kleine oder Molldreiklange gefunden, auf «, eund £?; in ihnen erblicken wir die Andeutung der Molltonartenvon A, E und D, wie in den Durdreiklangen die der Durtonarten.Nun wissen wir aber*), dass je eine Dur- und eine Molltonart
*) Allg. Musiklehre, S. 71. Belannllich liegt die Parallel-Molltonart einekleine Terz unter ilirer Parall el-D urtonart (z. B. a unter C. d unter F)und bat deren Vorzeichnung, die aber für Molt niebt ganz genau ist. Gebildetwird bekanntlicb jede Molltonart nach ihrer Durlonart (das heisst: nacli derDurtonart auf derselben Tonika), z. B. ^-Moll nach ^dur, indem man in MollTerz und Sexle verkleinert, z. B. aus
A H Cis D E Fis Gis A
ah c d e f gis a
macht; die Erböhung der siebenten Stufe felilt in der Vorzeichnung. Die bei-den Paralleltonarten sind, wie man bier an Cdur und ^rnoll sielit,