Damit man die verschiednen Slimmen und ibren Gang genauerkenne, seizen wir No. 91 noch einmal partiturm assig*) her.
Diskan t oder
(erste Slimme).
(zweite Slimme).
—O- :
(dritte Slimme).
(vierte Slimme).
Die oherste und unterste Stimme (Diskant und Bass) heissenAussenslimmen, die zwischen ihnen liegenden (Alt und Tenor)heissen innere oder Mittelstimmen.
B. Zusammenhang der Akkerde.
Es ist aber nicht genug, dass jeder Akkord fiir sich alleinwohl gebildel erscheine; sie sollen zusam men ein harmoni-sches Ganze sein, wie die Tonleiter eiu melodisches Ganzesgeworden ist, — sie sollen innere Verbindung, Zusammenhang,Einigkeit haben. Ist das wohl in No. 91 der Fall? —
Ob erfl achliche Einigkeit liegt schon darin , dass alle Tönediescr Harmonien sich in ein und derselben Tonart finden. Allein dieskann nicht geniigen, da wir uns (S. 79) erinnern, dass unserzweiter und dril ter Akkord eigenllich doch nur entlehut, ursprüng-lich andern Tonarten zugehörig war.
Ein heslimmteres Band erblicken wir in den Verbin-dungstönen, w'elche jeder unsrer Akkorde mit seinen Nachbarngemeinschalïlich bat. So sahen w'ir schon friiher (S. 55) unsrebeiden harmonischen Massen durch einen gemeinschafllichen Ton,die Dominante, zusammcnhangen; und so sind hier unser erster,zweiter und dritler Akkord durch das ihnen gemeinschaflliche g , —der dritte, vierte, fiinfle, sechsle durch das gemeinschaflliche c, —der siebente und achte durch das gemeinschaflliche g verbunden.Nur zwischen den Akkorden zu der sechsten und sie-benten Stufe fehlt diese Verbindung. —
*) Partitur Leisst diejenige Abfassung eines mehrstimmigen Tonstiicks, inder, wie oben, jede Stimme , oder wenigstens jede znsaminengekörige Stimm-klasse ein besondres System bat. Das Nakere iiber Einrichtung, Verstiindnissund Vortrag der Partitur in der atlg. Musiklebre des Verf.
Warx, Homp. L. I. 4. Aufl. 6