Dreiklang (oder erste harmonische Masse) in Gdur g-h-d, in Fdurf-a-c gefunden haben, also diesclben Akkerde, die wir zuvor ausder Tonleiter von Fdur herausgefunden haben. Hiernach erscheinensie uns mm als Akkorde auf der Tonika von Cdur und Fdur, —sie stellen uns'die Tonika — oder die Ton art G u n dFdur vor, obwohl sie auch in Fdur einheimisch, ausTöneu der Fdur-Tonleiter errichtet sind. So können wir denn diese beiden Akkordeals Erinnerungen an Fdur und Fdur, als Enllehnungen ausdiesen Tonarten ansehen. Diese Tonarten sind aber mit derjenigen,in welcher wir uns eigentlich belïnden (mit Fdur), nachslverwandl*);und wir kommen daher zu der Einsicht:
dass die Harmonie unsrer Durtonleiter zuniichsl besleht ausdem tonischen Dreiklang derselben und aus den ent-lehnten tonischen Dreiklangen der beiden nachst-verwandten Durtonleitern.
Wie also jede Durtonart ihr beiden nacbstverwandten Durton-arten in der nachsten Quinte über und unler ihrer Tonika nebensich bat: so linden sich auch neben dem eignen tonischen Akkordenoch die beiden tonischen Akkorde der niichstverwandten Durtöne,urn die Harmonie für eine Durtonart vollstandig zu machen.
Dieser doppelte Gesichtspunkt, unler dem wir unsern zweitenund drilten Akkord angeschaut haben:
1. einmal als Harinonien, die aus den Tonen unsrer erwiihllenTonart gebildet, dieser angehörig sind und deren wichtigste
*) Auch hierzu bemerken wir kürzlich aus der allgetneinen Musiklelire, dasszwei Durtonarten, die nur in einem einzigen Ton von einander abweichcn,nachstverwandt heissen und sich am engsten an einander schliessen. C- undGdur z. B.
e d 'e f g a h o
g a h e d e fis g
sind nur auf der F-Stufe, C und Fdur
ede/ga hc
fgabcdef
nur auf der //-Stufe von einander abvveichend, folglieb nachstverwandt. ImQuintenzirkel
Ges, Des, As, Es, B, F, C, G, D, A, E, 11, Fis,
hat jede Tonart ihre beiden niichstverwandten zu beiden Sciten.
Die Quinte aufwarts haben wir schon Dominante genannt. Wollen wirneben ihr auch die nachste Quinte abwarts bezeichnen, so nennen wir jeneO b erd o m i n a n t e, diese Unterdominante. Von C z. B. ist G die Ober-dmninante, F aber die Unterdominante. Die nachsten Versvandten jeder Dur-tnnart sind also die Tonarten ihrer Ober- und Unterdominante.
Je mehr zwei Tonarten von einander abweichen , desto entfernter ist ihreVerwandtscbaft; Fdur und Fdur z. B. sind mit Cdur im zweiten Grade, unlersich im vierten Grade verwandt, denn sie sind von jenem auf zwei Slufen,unter einander aber auf vier Stufen abweickeud.