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Stimmen miissen mit einander barmoniren, es (liirfen nur Töne derersten oder der zweiten Masse zusammenlrelïen.
Wieviel solcher Stiinmen wollen wir vereinigen ? Es ist schonoben (S. 51) fiir die Zweistimmigkeit entschieden worden ; dies istdie einfacbste Aufgabe und wird sich auch als die angemessenstefiir unsre dermaligen Mittel erweisen.
Von unsern zwei Stimmen soll die eine Hau ptstimme sein, dieandre sich ihr blos als Begleilung anscbliessen. Da wir schon(S. 22) wissen, dass sich in den höhern Tonreihen höhere Span-nung und Erregung ausspricbt, so soll die höher liegende Slimme,dir wir Oberstimme nennen, Hauptstimme (kurzweg Melodiegenannt) die tiefere, die wir Unterstimme nennen, Ncben-stimme oder begleitendeStimme (Begleitung) sein.
Wie linden wir nun zu den Melodien der Hauplstimme dieBegleitung? — Wir geben jedem Ton derselben den nachstliegendentielern Ton derselben Masse, also dem d das darunter liegende g,dem zweigeslriehnen e das darunter liegende c, dem ƒ das d. Hier —
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haben wir die genannten Töne auf- und abgchend begleilet. Wiesollen wir das hohe g begleiten? Es gehort ebensowohl zur erstenwie zur zweiten Masse, kann also mit e oder f begleitet werden;wir wahlen das erstere, weil dann die Massen regelmassig wechseln.— Wie soll das zweigestrichne c begleitet werden? Eigentlichmiissten wir g zusetzen, als inichslen Ton der ersten Masse; daderselbe aber auch der zweiten Masse zugehört*), so zichen wir evor. — Die tiefe Tonreihe c — e — g — c spricht sich schon vonselbst als der ersten Masse angebörig aus; das tiefste g wollen wirnur im Einklang beider Stimmen oder als tiefere Oklave des niich-sten g anwenden; die beiden tiefslen, schon in No. 63 weggelassnenc geben wir, als zu enllegen, auf. So stellt sich also diese Beglei-lungsweise —
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als natürlichste auf. Sie soll uns als Norm dienen, nicht aber zurFessel werden; wir wollen an ihr festhalteu, aber nur so lange,
*) Ein triftigerer Grund ergiebt sicb erst spater, bei der Erkenntniss derDreiklange.