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dieselbe, also die Durtonleiter, ihren innern Verhaltuissen nacbnaher kennen lernen.
Untersuchung der Tonleiler.
Betrachten wir sie also genauer in ihren einzelnen Sehritten,so linden wir, dass sie ganze und halbe Töne*) enlhalt, und nachderen regelmassiger Folge in zwei Hiill'ten zerfallt, jede von vierSlufen, jede zwei ganze und einen halben Ton entkallend:
114 . 11 i**)
C, D, E, F, - G, A, H , C.
*) Der Begriff won ganzem und halbem Ton muss zwar aus der allge-meinen Musiklebre vorausgesetzt werden. Doch moge für das etwaige Bedürf-niss Einzelner wenigstens eine Beschreibung vom Ganzton und Ilalbton bierstebn, nur das Nöthigste eulbaltend und auf dein Klavier nacbweisend. Zweivon nebeneinauderliegenden Stufen herstammende und benannte Töne, zwi-schen denen uoch ein Ton (auf dein Klavier eine Taste) inue liegt, bilden einenGanzton; z. B. e und d (dazwiscben liegt cis oder des), e und fis (dazivischenliegt f)> as unl l * (dazwiscben liegt a ), b und e, dazwiscben liegt h.Zwei von nebeneinanderliegendeu Stufen oder ein und derselben Stufe benannteTöne, zwischen denen kein Ton (keine Taste) inne liegt, bilden einen Halb-ton, z. B. h und c, c und cis, cis und d. Die Unterscheidung von grossenund kleinen Ilalbtönen ist uns entbehrlich.
*’) Es ist zwar ans der Musiklehre vorauszusetzen , dass die DnrtonleiternJedem, der Iïoinposition studiren will, bekannt sind. Solle sich aber Jeinandirgend eine Durtonleiter nicht gleicli sicher vorstellen können, so bietet die obigeAusmessung der Schritte der Cdur-Tonleiter Aushülfe dar.
Wir wissen niimlich, dass auf jedem Ton unsers Tonsystems eine Durton-leiter erbaut werden kann, und dass alle Durtonleitern unter einander gleicheVerbaltnisse haben ; alle inachen Schritte von
1, 1, i, 1, 1, 1, i Ton,
wie oben Cdur.
Wollen wir nun auf irgend einem Ton eine Tonleiter konstrniren, so schrei-ben wirvon demseibenaus diesieben Stufen bis zur Oktave hin, messen Schritt fürSchrilt die En tfernung der Töne, und berichtigen sie, wo es nöthig ist. — Wüssten wirz, B. die Tonleiter vonyfdur nicht, so schrieben wir von^nus die siebenTonstufennebst der Oktave.
fit, h, c , d, c,f, g, fit
hin und messen jeden Schrilt aus. A — h soll ein gauzer Ton sein und ist esauch, II —e soll ein ganzer Ton sein, ist aber nur ein halber, also zu klein;folglicb muss er vergrössert, das heisst c erhölit, in cis verwandelt werden.Nun ist auch cis — d ein halber Ton, d — e ein ganzer; heides nach Vorschrift.E —ƒ soll ein ganzer Ton sein, ist aber nur ein halber; folglicb muss ƒ in fis— und aus gleichem Grunde zuletzt g in gis verwandelt werden. — Oderwollte man die Tonleiter von Des dur bilden, so schriebe man erst die Stufenfolge
des, e , ƒ, g, a, h , e, des
hin und untersnchte nun die Grosse der Schritte. Des — e soll ein ganzer Tonsein, ist aber dafür zu gross; man erniedrigt also e, und erhalt den ganzenTon des — es. Das weitere Verfabren erhellt von selbst. Eine leichtere Metho-de, sich alle Durtonarten insgesammt vorzustellen, giebt die allgemeine Musik-lehre, S. 5G.