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Franz Beier.
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Notiz der Huygens'schen Korrespondenz zu der Annahme geneigtsein, daß seine Reise nach Frankreich erst nach dem Jahre 1649stattgefunden habe. Es bemerkt nämlich in dem vorher erwähntenBriefe an Huygens zum Schluß W. Swann, daß Froberger ihnum Stücke von Chambonnieres gebeten habe.
Dieser Andre Champion de Chambonnieres 1670) ist jenerdamals berühmte erste Kammer-Klavecinist Ludwigs XIV., von dessenSpiel sein Zeitgenosse Le Galois versichert, daß er »par sn moniereä'nttLHrisr los louebes äu olavocin« diesem Instrument Töne voneiner Kraft zu entlocken verstand, welche kein anderer Künstler er-reichen konnte. Wenn nun Froberger um Stücke von Chambonnieresbittet, so hat er doch wohl dabei die Absicht, sich von der „Setz-manier" des berühmten Künstlers zu instrniren, und dessen hätte ernicht bedurft, wenn er soeben erst aus dem Vaterland und demWirkungskreis jenes Mannes zurückgekehrt wäre.
Legen wir nun die Dresdener und Pariser Reise in die Jahre1649—1653, wo war dann Froberger in der Zeit von 1645—1649? Unmöglich kann in diese Zeit seine Reise nach England fallen,in welchem damals der schreckliche Bürgerkrieg tobte, dessen erstenvorläufigen Abschluß erst das Jahr 1649 mit der Hinrichtung Carls I.herbeiführte. Ein Aufenthalt am dortigen Hofe, der über ein Jahr-zehnt der Sitz des finsteren Puritanismus war, ist überhaupt erstnach dem Jahre 1660, in welchem die Restitution der Stuart's er-folgte, denkbar.
Nach Mattheson ging Froberger direkt von Rom nach Frank-reich und „nahm die französische Lautenmanier von Galot und Gan-tier auf dem Klavier an, die damals hoch gehalten wurde."
Froberger's Reise nach England würde also in die Zeit nach1660 fallen und somit die Überlieferung Mattheson's richtig sein,der sie in die ersten Regierungsjahre Carls II. legt „und zwar beidessen 1662 gehaltener Vermählung mit der portugiesischen Katha-rina, da Alles herrlich und in Freuden lebte." Nur geht hier dieReise seiner Entlassung voran, während wir jetzt als Datum seinesAbgangs von Wien das Jahr 1657 kennen.
Ambros ist zur Annahme geneigt, daß Froberger gleich nachseiner Entlassung dem Ruf der Herzogin Sibylla nach Hericourtgefolgt sei. Damit müßte er aber die Londoner Reise entwederüberhaupt negiren, obwohl an der historischen Wahrheit derselben