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10 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 2 (1896) Schriften und Entwürfe 1872 bis 1876 : Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen; Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne; Der Philosoph; Die Philosophie in Bedrängniss; Nachträge und Vorarbeiten zu den Unzeitgemässen Betrachtungen; Prometheus; Einzelne Gedanken und Entwürfe
Entstehung
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Stellung ist die Ursache, dass wir an Gründe, Stösse,Körper glauben. Wir können sie auf Bewegung undZahlen zurückführen.

Übersetzung aller Bewegungsgesetze inZeitproportionen.

A B

Raumpunkt A wirkt auf Raumpunkt B und um-gekehrt. Dazu bedarf es einer Zeit, denn jede Wirkunghat einen Weg zurückzulegen. AufeinanderfolgendeZeitpunkte würden in einander fallen. A trifft mit seinerWirkung nicht mehr auf das B des ersten Momentes.Was heisst es nun: B existirt noch und ebenso Aexistirt noch, wenn sie sich treffen? Das hiesse, A istunverändert dasselbe in dem und jenem Zeitpunkte.Dann aber ist A keine wirkende Kraft, denn diekann nicht mehr dieselbe sein, denn das hiesse, sie hättenicht gewirkt. Nehmen wir das Wirkende in der Zeit,so ist das in jedem kleinsten Zeitmomente Wirkendeein Verschiedenes. Das heisst: die Zeit beweist das ab-solute Nichtbeharren einer Kraft.

Alle Raumgesetze sind also zeitlos gedacht, dasheisst: müssen gleichzeitig und sofort sein. Die ganzeMacht in einem Schlage. Dann aber giebt es keineBewegung.

Die Bewegung laborirt an dem Widerspruch, dasssie nach Raumgesetzen construirt und durch Annahmeeiner Zeit wieder diese Gesetze unmöglich macht, dasheisst: zugleich ist und nicht ist.

Hier ist durch die Annahme zu helfen, dass ent-weder Zeit oder Raum = o ist.

Nehme ich den Raum als unendlich klein, so werdenalle Zwischenräume zwischen den Atomen unendlich klein,