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Hauptsatz: er kann keine Cultur schaffen,aber sie verbreiten, Hemmungen beseitigen,oder sie massigen und dadurch erhalten,oder sie zerstören.
Nie hat ein Philosoph in seinen Positivis das Volkhinter sich dreingezogen. Denn er lebt im Cultus desIntellects.
Zu allen Positivis einer Cultur, einer Religion stehter auflösend, zerstörend (selbst wenn er zu begrün-den sucht).
Er ist am nützlichsten, wenn es viel zu zerstörengiebt, in Zeiten des Chaotischen oder der Entartung.
Jede blühende Cultur hat das Bestreben, den Philo-sophen unnöthig zu machen (oder ihn völlig zu isoliren).Die Isolation oder Verkümmerung kann doppelt zu er-klären sein:
a) aus der Unzweckmässigkeit der Natur (dann,wenn er nöthig ist);
b) aus der zweckmässigen Vorsicht der Natur(dann, wenn er unnöthig ist).
Die Philosophen, wenn sie anormal sind, dann habensie wohl nichts mit dem Volke zu thun? So steht es nicht:das Volk braucht die Abnormitäten, wenn diesegleichnicht seinetwegen da sind.
Beweis giebt das Kunstwerk: nur der Schöpfer selbstversteht es ganz, — trotzdem ist es mit der einen Seitedem Publicum zugekehrt.
Diese Seite des Philosophen wollen wir erkennen,wo er dem Volke sich zukehrt, — und seine Wundernatur(also das eigentliche Ziel, die Frage Warum?) unerörtertlassen. Diese Seite ist jetzt, aus unserer Zeit heraus,schwer zu erkennen: weil wir keine solche Volkseinheitder Cultur besitzen. Deshalb die Griechen.
immer nurverneinend.