erscheinen. Ich meine, die Philosophen werden andreGebiete bevorzugen: und hoffentlich die, von wo sie aufdie neue Cultur heilsam einwirken.
ii.
Es handelt sich nicht um eine Vernichtung derWissenschaft, sondern um eine Beherrschung. Siehängt nämlich in allen ihren Zielen und Methoden durchund durch ab von philosophischen Ansichten, vergisst diesaber leicht. Die beherrschende Philosophie hat aberauch das Problem zu bedenken, bis zu welchemGrade die Wissenschaft wachsen darf: sie hat denWerth zu bestimmen!
12 .
Der Philosoph der tragischen Erkenntniss.Er bändigt den entfesselten Wissenstrieb, nicht durch eineneue Metaphysik. Er stellt keinen neuen Glauben auf.Er empfindet den weggezogenen Boden der Metaphysiktrag'isch und kann sich doch an dem bunten Wirbel-spiele der Wissenschaften nie befriedigen. Er baut aneinem neuen Leben: der Kunst giebt er ihre Rechtewieder zurück.
Der Philosoph der desperaten Erkenntniss wirdin blinder Wissenschaft aufgehen: Wissen um jedenPreis.
Für den tragischen Philosophen vollendet es das Bilddes Daseins, dass das Metaphysische nur anthropo-morphisch erscheint. Er ist nicht Skeptiker. Hier istein Begriff zu schaffen: denn Skepsis ist nicht das Ziel.Der Erkenntnisstrieb, an seine Grenzen gelangt, wendetsich gegen sich selbst, um nun zur Kritik des Wissens zuschreiten. Die Erkenntniss im Dienste des besten Lebens.