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Ausflüssen setzt einen leeren Raum voraus: eben diesenleugnet er mit Anaxagoras. Dagegen liegt seine Grössedarin, dass er den strengen Atomismus vorbereitete: ergieng weit über Anaxagoras hinaus. Es war eine natür-liche Consequenz noch zu ziehn: nämlich jene Macht derLiebe und des Hasses zurückzuführen auf eine in denDingen liegende Kraft: und Schwere und Gestalt fandDemokrit ausreichend. Ebenfalls war nothwendig, nach-dem einmal die Ausflüsse erfunden waren, den leerenRaum anzunehmen: wie dies Demokrit that. Besondersglänzend war die Entstehungshypothese des Zweck-mässigen. Empedokles hat alle Grundconceptionen desAtomismus gefunden: das heisst die Grundhypothese derwissenschaftlichsten Naturbetrachtung der Alten, die,gründlich fortgesetzt, sich über sich selbst hinaushebt: wiewir dies bei unsern modernen Naturwissenschaften erlebthaben. So hat er, im Wettkampf mit Anaxagoras, ent-schieden gesiegt. Nur in einem Punkte hat er Anaxa-goras zwar überboten, aber nicht überwunden: seine Prin-cipien von Liebe und Llass, um die dualistische Bewegungzu beseitigen. Bei Anaxagoras war nur einmal einSprung gemacht in das unerklärliche Walten eines Nous:Empedokles nahm ein solches unerklärliches und undurch-dringbares unwissenschaftliches Walten fortwährend an:ohne sich selbst damit genügen zu können. Wenn manalle Bewegung auf das Wirken unfassbarer Kräfte zurück-führt, auf Neigung und Abneigung, so ist im Grunde dieWissenschaft in Magie aufgelöst.
Auf dieser Grenze steht aber fortwährend Empe-dokles: in fast allen Dingen ist er eine solche Grenzfigur.So schwebt er zwischen Arzt und Zauberer, zwischenDichter und Rhetor, zwischen Gott und Mensch, zwischenWissenschaftsmensch und Künstler, zwischen Staatsmann