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noch das Gesicht Anaximander’s; sie brachte ein durch-geführtes philosophisch-physikalisches System, als Antwortauf die Frage Anaximander’s, hervor. Als ihn späterjener eisige Abstractions-Schauder erfasste und der ein-fachste vom Sein und Nichtsein redende Satz von ihmhingestellt wurde, da war unter den vielen, durch ihnder Vernichtung zugeworfnen älteren Lehren auch seineignes System. Doch scheint er nicht alle väterlichePietät gegen das kräftige und wohlgestaltete Kind seinerJugend verloren zu haben und er half sich deshalb zu sagen :„Zwar giebt es nur einen richtigen Weg; wenn manaber einmal auf einen andern sich begeben will, so istmeine ältere Ansicht, ihrer Güte und Consequenz nach,allein im Recht.“ Mit dieser Wendung sich schützendhat er seinem früheren physikalischen Systeme einenwürdigen und ausgedehnten Raum selbst in jenemgrossen Gedicht über die Natur gegönnt, das eigentlichdie neue Einsicht als den einzigen Wegweiser zur Wahr-heit pröclamiren sollte. Es ist diese väterliche Rücksicht,selbst wenn durch sie ein Irrthum ein geschlichen seinsollte, ein Rest von menschlicher Empfindung, bei einerdurch logische Starrheit ganz petrificirten und fast ineine Denkmaschine verwandelten Natur.
Parmenides, dessen persönlicher Umgang mit Anaxi-mander mir nicht unglaublich scheint, dessen Ausgehenvon Anaximander’s Lehre nicht nur glaublich, sondernevident ist, hatte dasselbe Misstrauen gegen die voll-kommne Trennung einer IVeit, die nur ist, und einerWelt, die nur wird, welches auch LIeraklit erfasst undzur Leugnung des Seins überhaupt geführt hatte. Beidesuchten einen Ausweg aus jenem Gegenüber und Aus-einander einer doppelten Weltordnung. Jener Sprungin’s Unbestimmte, Unbestimmbare, durch den Anaximander