ANAXIMANDER.
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Während der allgemeine Typus des Philosophen andem Bilde des Thaies sich nur wie aus Nebeln heraus-hebt, spricht schon das Bild seines grossen Nachfolgersviel deutlicher zu uns. Anaximander aus Milet, der erstephilosophische Schriftsteller der Alten, schreibt so, wieder typische Philosoph eben schreiben wird, so langeihm noch nicht durch befremdende Anforderungen dieUnbefangenheit und die Naivetät geraubt sind: in gross-stilisirter Steinschrift, Satz für Satz Zeuge einer neuenErleuchtung und Ausdruck des Verweilens in erhabenenContemplationen. Der Gedanke und seine Form sindMeilensteine auf dem Pfade zu jener höchsten Weisheit.In solcher lapidarischen Eindringlichkeit sagt Anaximandereinmal: „Woher die Dinge ihre Entstehung haben, dahinmüssen sie auch zu Grunde gehen, nach der Nothwendig-keit; denn sie müssen Busse zahlen und für ihre Un-gerechtigkeiten gerichtet werden, gemäss der Ordnungder Zeit“. — Räthselhafter Ausspruch eines wahren Pessi-misten, Orakelaufschrift am Grenzsteine griechischer Philo-sophie, wie werden wir dich deuten?
Der einzige ernstgesinnte Sittenlehrer unseres Sae-culum legt uns in den Parergis (Band II, Capitel 12, Nach-