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Der Ausdruck in der Musik
Entstehung
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Hugo Riemann.

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Die Synkope verbindet daher die gesteigerte Bewegungder untergetheilten Taktart mit der größeren Energie ge-haltener Noten. Sie ist zwar für dec-rosoeirdo gedachte Takt-motive denkbar, aber ziemlich selten; sie bedeutet in solchen Fällenmeist eine Hemmung der voransgegangenen Bewegung in kleinerenWertsten. Gewöhnlich aber tritt sie vvrwärtstreibcnd ans, meistabbetont:

Die Synkopirung auch der dynamischen Hauptnote ist besondersvon kräftiger Wirkung, wo nicht durchweg synkopirt ist:

Da dem Klavier die Möglichkeit fehlt, dieselbe Note stärkerwerden zu lassen, so ist es gezwungen, die größte Tonstärke für dieletzte Or68ooii<lo-Note, diejenige, mit welcher die dynamische Haupt-note synkopirt ist, vorauszunehmen; daher die verbreitete Anweisung,die synkvpirte Note stark zu accentuircn. Instrumente mit wirklichem(lrosoondo werden die Synkope stets zu größerer Wirkung bringen,wenn sie durchschattiren statt zu accentuiren. Eine längere Zeit fort-gesetzte Synkopirung ohne Nebenstimmen, welche das zu Grunde lie-gende Metrum festhalten, wird stets nur die Wirkung haben, daßdas Taktgefühl ins Schwanken geräth oder ganz verloren geht; nurder, welcher die Noten vor Augen hat oder das Werk genau kennt,wird die beabsichtigte Wirkung richtig empfinden. Es ist das einUmstand, der z. B. manche Stellen bei Brahms dem ungeübterenHörer völlig ungenießbar macht.

Nur um die Anschaulichkeit der von mir an Stelle des Accen-tuationsschemas gesetzten dynamischen Schattirungen noch deutlicherhervortreten zu lassen, will ich noch einige rhythmische Gestaltungendes Dreivierteltakts aufführcn finit Pausen;:

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