58
Hugo Ricman».
l>8
vertragen die Unterteilung des Schlußwerthes, welcher die dyna-mische Hauptnote ist. Dabei ist zu bemerken, daß bei Untertei-lung der dynamischen Hauptnote die beiden Thcile nicht gegen ein-ander abgestuft werden sondern gleich stark sind, wie auch die nichtuntergctheilte abschließende dynamische Hauptnote kein viminnonckoannimmt, sondern entweder stark ausgehalten oder stark abgesetzt (ver-kürzt) wird. In allen andern Fällen macht sich in der Unterthei-lung der letzten Taktzeit etwas entschieden ans das folgende hinwei-sendes geltend, d. h. wir neigen dazu, einen Übergang in eine an-dere Form der Betonung anzunehmen,
_ II
statt:
lieber: ^
statt: lieber: 2"5^
Diese Übergänge aus einer Form der Motive in die andere sindetwas durchaus gewöhnliches, und werden stets einzutreten haben,wo nicht harmonisch-melodische Rücksichten hindernd entgegentreten.So wird also die rhythmische Gliederung die Veran-lassung zum Wechsel des Metrums, und das Faktum, daßvolltaktig beginnende Themata so gern in auftaktige umsetzen, währenddas Gegentheil sehr selten vorkommt, findet seine einfache Erklärung.Dieselbe Abneigung gegen das Davresaeiicko, welche bereits die leich-teren Töne des gleichmäßig fortschreitenden Metrums lieber vra-866H(1o als ckeeraseeircko anffassen ließ, sodaß die Taktmotive lieberabbetont als anbetont verstanden wurden, wo die Wahl freistand,macht sich hier in erhöhtem Maße geltend, unterstützt durch die ge-steigerte Bewegungsart (Achtel statt Viertel). Nach den von unsbetrachteten Grundgesetzen der Dynamik, Melodik und Agogik ver-trägt sich natürlich die gesteigerte Figuration viel bes-ser mit der positiven als der negativen Entwickelung,während umgekehrt die Verminderung der Figuration