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Paul Gras Waldersee.
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darauf verwenden zn müssen geglaubt, das Größte und Ehrwür-digste im christlichen Glauben, das allerheiligste Meßopfer, durchneue Weisen zu verschönern. Ich habe mit der möglichsten Sorgfaltan diesen Messen gearbeitet, um den Dienst zu Ehren des Allmäch-tigen und Allgütigen zu verherrlichen, dessen Gnade ich diese mirverliehene Gabe, so gering sie auch ist, zu verdanken habe,"-
Als Beweis seiner Anerkennung erhöhte Papst Pius IV. diePalestrina früher bewilligte Pension und ernannte ihn am 1. Oktober1565 zum Oouapositors der päpstlichen Kapelle, einen Titel, dener bis an sein Lebensende führte.
Diese sechsstimmige, für Sopran, Alt, zwei Tenore und zweiBässe geschriebene Preismesse nimmt natürlicherweise unsere Auf-merksamkeit in hohem Grade in Anspruch. Schon die Stimmen-zusammensetzung ist eine außergewöhnliche, in der Verdoppelung derBässe lag die Möglichkeit, diese beiden Stimmen, unter Beibehaltihres fundamentalen Charakters, bewegter führen zu können. Dermusikalische Satz in dieser Messe ist ein zweifacher, einmal wie imK^riö, 8airotu8 und ^ANU8 Ooi in der Gleichberechtigung, dannwie im Oloria und Oreäo in der chorisch verschiedenartigen Grup-piruug der Stimmen. Die Veranlassung dieser Gruppirung lagwohl in der Forderung einer deutlicheren Vernehmung der Text-worte, die dadurch erreicht wird, daß mehrere Stimmen dieselbengleichzeitig aussprechen. Der Melismen im Lizn-ia, KanotuL, Iteuo-cliotus und Del wegen ließ sich das Auseinaudcrreißen ein-
zelner Silben nicht vermeiden, doch dieses mag den Kirchenväterndamals entgangen sein. Die eigenartige Wirkung, die diese Messeheute noch zu erzeugen vermag, hängt mit der chorisch verschieden-artigen Gruppirung eng zusammen. Was hier durch gleichzeitigenEinsatz der Stimmen für die kontrapunktische Arbeit verloren ging,mußte durch etwas Anderes ersetzt werden. Palestrina wählte dasdenkbar Einfachste: er kontrapunktirt Note gegen Note. Diese hier-durch entstehenden harmonischen Kombinationen von absoluter disso-nauzfreier Reinheit, diese Folgen unvermittelter, der Tonart ent-nommenen Dreiklünge versetzen uns unwillkürlich in eine andächtigeStimmung; wir vermögen nicht, uns dieser edlen, keuschen Ton-sprache gegenüber indifferent zu verhalten. „Andächtig und dochbelebt ist der Gesang der einzelnen Stimmen," schreibt Winterfeld,„ergreifend sind die Harmonien, die bald in künstlichen Nachahmungen