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Die Jobsiade : ein grotesk-komisches Heldengedicht in 3 Theilen
Entstehung
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54. Dieser saß gern bei vollen Humpen und Kannen,Hatte im Solde viele streitbare Mannen,Vermehrte, wo er konnte, stattlich sein GutUnd vergoß durch Faustkriege vieles Blut.

35. Er beraubte auß- und innerhalb seiner VesteSowohl reisende Fremde als einkehrende Gäste,Uud wurde deswegen zugcnannt:

Junker Gerhard mit der eisernen Hand.

36- Er entführte einst zu seinem Ehebette

Ein sehr hübsches Fräulein, genannt Hette,Vergaß eine Zeitlang das WaffcngeklirrUnd zeugte mit ihr den Sohn Lodom irr.

37. Gerhard war sonderlich ein Feind der Pfaffen,Machte benachbarten Klöstern viel zu schaffen,

Fing mit Nonne» allerlei Streiche an.

Und kam darüber sogar in Bann.

38. Um nun wegen begang'ner vielen SündenBeim annahenden Alter Absolution zu finden,

Ergriff er in der Angst den PilgerstabUnd wallte nach Jerusalem zum heil'gen Grab.

39. Mittlerweil er wiederkam von der Pilgerstraßen,War, außer dem Sohn, den er hinterkaffen,

Mirakulöser Weise von Frau HettaNoch ein vierteljähriges Söhnlein da.

40. L »d omirr war ei« gar frommer Hcrre,

Stiftete viel Hciligenhänser und Altäre,

Gab Mönchen und Nonnen reichlich Brod,Und litte darob fast selber Noth.