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Die Jobsiade : ein grotesk-komisches Heldengedicht in 3 Theilen
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3. Er kam also auf den fatalen Gedanken,

Stehrens Liebe möchte vielleicht etwas wanken,

Oder, welches gar noch schlimmer sey,

Sie möchte ihm völlig seyn ungetreu.

4. Nachdem er nun seine Reise hatte geendet,

Und sich nach Rudelsburg aus Noth gewendet,

Welch Glück, als er unvermuthet daSeine geliebte Stehra hier wieder sah!

5. Ware gleich ihre Liebe einige Zeit gehindert,

So war sie doch um kein Quentchen schwer ge-mindert,

Und so sing der abgebrochne RomanZu Schönhain wieder de novo an.

6. Manches Spiel mit zärtlich gegnenden Blicken,Heimliches Seufzen, verstohlnes Händedrücken,

Einsames Spazieren, abendlicher KonventBei den Linden und Amaliens Monument,

7. Wandeln Hand in Hand durch blumigte Thale,Sich erquicken am keuschen silbernen Mondstrahle,

Girren und Tändeln und verliebte Sprach,Hatte alles seinen Fortgang vor wie nach.

8. Der alte Herr hat dies nun zwar gesehen,

Ließ eS aber diesmal tacite geschehen;

Auch die vernünftige gnädige FrauNahm dies Ding nicht mehr so genau.

S. Denn Umstände pflegen in menschlichen SachenMancherlei wichtige Veränderungen zu machen,Und nach dem latein'schenSprüchwort heißt eS:vsriLst re».