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Die Jobsiade : ein grotesk-komisches Heldengedicht in 3 Theilen
Entstehung
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Achtes Kapitel.

Wie man den jungen Herrn, um ihn zu kuriren,mit der Fräulein Judith verheirathen will, undwie er diese Medicin nicht nehmen will.--

t. Es wohnte aber an der Ohnwitzer GränzeEine freiherrliche Wittwenercellenze,

Auf einer alten, ehmals festen Burg,

Welche seht verfallen war durch und durch.

2. Ihre Ahnenzahl war längst übervollwichtig,

Und der Stammbaum bis zur Wurzel ächt und

richtig:

Aber (nichts ist ja vollkommen in der Welt)Es fehlte ihr am Besten: an Geld.

3. Sie hatte deswegen nicht viel zu verzehren,Aber erzog doch in allen Züchten und Ehren

Eine einzige Fräulein Tochter zart,

Sehr reizend und von englischer GemüthSart.

4. Sie war eine ächte Perle des Landes,

Sehr geehrt wegen ihrer Schönheit und ihresVerstandes,

Und mancher Kavalier hatte wohl AppetitZu der angebetrten Fräulein Judith.