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Die Jobsiade : ein grotesk-komisches Heldengedicht in 3 Theilen
Entstehung
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0. Sie zahlte» die Martinspächte ohne Fehle,Thaten auf Zinse manche neue Kap'täle,

Und so stieg im kurzen im schönsten FlorDas kleine Dorf ansehnlich empor.

7. Zwar wuchsen auch mittlerwcil Luxus und ModenAuf dem bisher altfränkisch ländlichen Boden,

Und statt gesundem Bier und MilchbreiTrank man Kaffee und Zucker dabei.

8. Die reichsten Männer spazierten in Pantoffeln,Aßen Braten «nd Blumenkohl, statt Speck und

Kartoffeln,

Und tranken statt Kovent alten Pontak,

Und rauchten vom allerbesten Tobak.

9>. Auch die fetzigen Ohnwitzerinnen,

Statt Käse zu machen und Flachs zu spinnen,Lasen Romane und strickten Filet,

Hielten Visiten und trugen sich nett.

l». Sogar die stokzirenden Dorsmädchen

Zierten sich wie Jungfern in kleinen Städtchen,Trugen Kattun mit Zitz statt Leinwand,

Und aufgesteckte Mützen mit fein Band.

I I. Die jungen Kerls verließen oft Pflug «nd Flegel,Gingen des Nachmittags und schoben KegelUnd trunken in der Schenke firnen WeinUnd luden zur» Tanzen die Dirnen ein.

t2. Doch ward'darin eben nichts übertrieben,

Sondern alles ist in Fuhrmannswegen geblieben,Denn Herr Pfarrer Jobs hielte Tag und NachtUebcrall getreu seine geistliche Wacht; ^

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