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Die Jobsiade : ein grotesk-komisches Heldengedicht in 3 Theilen
Entstehung
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6. Die etwaigen Tafelüberflusse

Hatten immer die Armen zum Genüsse,

Und diese hielten, Jahr ein Jahr aus,

Offne Tafel in seinem Vorhauö.

7. Besonders geschah dieses seit den Jahren,

Als seine Mutter Schnaterin Todes verfahren;Denn die liebe, gute, selige FrauWar zuweilen etwas ängstlich und genau.

8. Hatte Er dann und wann felt'ne Leckerbissen,

So pflegte Er selbst nur wenig davon zu geniesten,

Sondern dürftige Kranken bekamen davonMeistens die größeste Portion.

9. Ueberhaupt war er voll Mitleid und ErbarmenFür alle und jedkMothleidenden und Armen,

Und war mit möglichstem Rath und ThaiIhnen zu helfen immer parat.

Ul. Er unterließ nicht, mit vollen HändenAlmosen den Hülfsdürftigen auszuspenden.

Und wo Er einen nackt und unbekleidet sah,War Er gleich mit Hemd, Rock, Schub,Hosen, da.

1 l. Morgens war oft seine Kasse und FickeVon eingekommenen Geldern voll und dicke,

Aber Abends beim ZubettegehnWar kein Batzen mehr drin zu sehn.

12. Er gab aber alles in größester StilleOhne Prahlerei, Vorwürfe oder Gedrülle,

Und immer blieb gleichsam der linken Hand,Was die rechte machte, unbekannt.