4QD Leben des Engländers
daß, wann er einmal beschimpfet wirb, ereinenUmals mehr verläßt, sondern Tag und Nacht aufeinen Ä
lauret, bis er einen erhäschet. ^
Mein Freyrag hatte unsern Wegweiser gerettet,und Lhalfihm, als wir hinkamen, eben vorn Pferd herunter. LDann der Mann war verletzt und erschrocken, doch das .»letztere wohl mehr als das erste. Indem sehen wir Oplötzlich den Bär zum Wald herauskommen. Eöwar ^ein ungeheuresThier, und wohl der gröste,den ich jemals Mgesehen. Bey seinem Anblick erschracken wir alle; als ^aber Fceyrag ihn gewahr worden, konte man eine rechte ^Freude und Beherßtheit an seinen Geberden mercken,und er bath mich sofort, ihm zu erlauben, daß er fi H anihn machen dörste,so wolle er uns genüg zu lachen schaffe. ^Ich wunderte mich über sein lustiges Wesen, undsagte, er sey'nicht klug, der Bär würde ihn auffressen.Mich auffressen ! wiederholte er dreymal, und ver- .1.setzte, wir solten nur warten, er wolle uns schon ein gu- ^tes Gelächer machen. Also setzte er sich nieder, streif-1"'te seine Stieffeln im Augenblick ab , und ein paarPumps (wie wir ihre einfache niedrige Schuhe nen- Anen,) die er bey sich im Sack hatte, an, gab meinemandern Knecht fein Pferd, und lief mit seinem Rohr so^geschwind davon als der Wind. ^
Der Bär trabete langsam fort, und begehrte nie-mand nichts zu thun, bis Freytag ziemlich nahe zu ihm ^hin kämt,und ihm, gleichsam als obs der Bär verstünde, Azurufst : Er solle stille stehen, er habe ein VOorcmit ihm zu sprechen. Wir folgten ihm auf einige vdDistantz. Dann weil wir nunmehr an die Gaßc-ni- Dsche Seite des Gebürges hinab gekommen, waren wirmeinen sehr grossen Wald gerathen, allwo das Land
eben- H