zog
Leben des Engländers
gewiß noch mehr zu nahe trat, indem er keinen Gedan-cken davon hegete, sondern sich immerhin als einenge,wiffenhafften Christen und erkänntlichen Freund, wiesichs nachmahls zu meinem völligen Vergnügen ge,wiesen, aufführete.
<Lo lang ich ihn in solchenVerdacht hatte,forschte ichihn, wie leicht zu erachten, täglich aus, ob ich irgend et-was von seinen neuen Absichten erfahren könte? be-fand aber, daß er in allen Stücken so ehrlich und so un-schuldig war,daß mein Argwohn vielmehr fallen muste,und er mich bey aller meiner Sorge dannoch ihm ganhwieder zu eigen machte. So merckte er auch im gering-sten nicht, daß ich seinetwegen bekümmert wäre, unddaher konte ich ihn auch keiner Falschheit zeyhcn.
Als ich an einem Tage nach eben dem Hügel zu spa-Hierte,aber wegen trüber Lufft das festeLand nicht sehenkonte, rieffich ihn zu mir, und fragte ihn: Ob er sichwohl in seine Heimath und zu seiner Nation wünschte?
ja, antwortete er, ich wslte sehr froh sc^n, wannIch wieder bey meiner eignen Nation wäre! Waswollest du denn daselbst thun, fuhr ich fort ? Du wilflwohl wieder wild werden, Menschen-Fleisch essen, unddeinen vorigen Wandel führen ? Hierüber schiene erganh bekümmert,schüttelte den Kopfstund sagte: Nein,nein! Freytag will ihnen zeigen, wie sie ftom wer-den, bethen, Brod von Loen, Fleisch vomViehe,lind Milch, aber keine Menschen mehr essen sollen.Wie aber, fuhr ich fort, wann sie dich todt schlagen ?Hier sahe er ganh ernsthafft aus,und gab mir zu verste-hen, sie würden ihn nicht umbringen,sondern alles gernevon ihm lernen: Fügte auch hinzu,sie hätten von denenim Boot gekommenen bärtigen Menschen vieles ange-
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