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meine gantze Seele, und ich war össters frohe, daß ich^ an diesen Ort gerathen, den ich doch so manchmahlfür das gröste Creutz, so mich jemahls befallen mögen,p gehalten hatte.
«r In solcher Danck-vollenVerfassung brachte ich mek-ne übrige Zeit zu, und der Umgang den Tag über mit
h, Keytag war so, daß die dvey Jahre, die wir nachge-^ hends allhier bey einander gelebet, uns in vollkommenerÄ Glückseligkeit vorbey giengen, wann anders hienie-lie« den auf Erden eine vollkommene Glückseligkeitv« statt findet. Mein Wilder war jeho ein guter Christe,tbi und ein beßrer als ich selber, ob ich gleich Ursache habe zu8« hoffen, und GOTT zu dancken, daß wir beyde in^ gleicher Busse stunden, und des Trostes, welcher denÄ Bußfertigen beschieden, zugleich genossen. Wir hat-k ten hier das Wort GOttes zum lesen, und seinen Geisti r zu unserer Belehrung eben so nahe als in der Chrisien-
heit selber.
i, ,.': Beym Bibel-Lesen sahe ich allezeit dahin, ihm die
Meynung dessen, was ich läse, bestmöglichst beyzubrin-lw gen, er hingegen machte mich durch seine ernstliche Fra-tz: gen, wie gemeldt, zu einem weit bessern Jünger in derH«: heiligen Schrisst,als ich sonst durch meine eigne beson-r: dere Lesung vor mich worden wäre. Noch muß ichA etwas ausder Erfahrung in dieser meiner EinsamkeitA anführen: Nemlich welch eine unendliche und unaus-xs sprechliche Gnade es darum sey, daß das Erkänntniß^ GOttes, und die Lehre von unserer Seligkeit durch^ Christum JEsum in der Bibel so deutlich aufgezeich-^ 'Net,und so leicht anzunehmen und zu verstehen sey,gleich-B wie nach das blosse Lesen der Schrifft geschickt machte,^ Mine Pflicht genugsam daraus zulernen, und mich zu§ dem