ry8 Leben des Engländers
mit meiner Ladung aus dem gescheiterten Schiff alle-mahl da hineingefahren. Über diese,sahe ich wohl, musieder arme Schelm hinüber schwimmen, oder siewürdenihn da erhäschen. Mein als er erst dabey, besänne er sichgar nicht lange, sondern sprang, ob das Wasser gleichliess war, hinein, schwam in etwa dreyßig Sätzen, oderungefähr, an die andre Seite hinüber, und liess mit un-gemeiner Stärcke und Geschwindigkeit fort. Als diedrey andre zum Wasser kamen, sahe ich wohl, daß zwec-ne davon schwimmen könten, der dritte aber nicht, son-dern stille stünde, den andern nachsähe, aber nicht weiterbegehrte, ja vielmehr bald darauf säuberlich zurückegieng. Woran er auch, wie sichs nachgehends ausge-wiesen, sehr weißlich gethan.
Ich merckte, daß seine zween Camaraden über zwey-mahl solange mtt Schwimmen zubrächten als der vorihnen flüchtige. Jetzo fiel mir recht eyfrig und ernstlichein, nun sey die Zeit da, einen Knecht, und vielleicht gareinen Camaraden und Gehülffen zu erwerben: und ichsey vom Himmel selbst beruften, dieses armen MenschenLeben zu erretten. Ich stieg sofort in möglichster Eiledie Leitern hinunter, nahm meine beyde Röhre, dann siewaren,wie vorgemeldet, unten angelehnet, stieg sodannmit eben der Geschwindigkeit wieder oben auf den Hü-gel hinauf, liess quer nach der See zu, und kam, weil esnur ein kurtzer Weg und immerzu Berg - ab gieng, zwi-schen die Verfolger und den Verfolgten. Dem letztenrieff ich laut zu. Er sahe auch zurücke, erschrack aber an-fangs eben so hefftig vor mir, als vor den andern. Alleinich winckete ihm mit der Hand, er solte nur zurücke kom-men,rückte mählich gegen seine beyde Verfolger an,fuhrauf den vordersten zu, und schlug ihn mit dem Flinten-
L