Lebe« des Engländers
nen gegenwärtigen Zustand als den allerunglücklichftenund glaubte, ich käme in keinen schlickern, als in den Todselber verfallen; Erreichte ich das Ufer am festen Landeso fände ich vielleicht einige Hülffe, oder ich käme längsder Cüste Hinsegeln, wie ehemals an dem AfricanifchenWall, bis ich in ein unbewohntes Land Miethe, und daeinen Beystand anträffe. Ja ich begegnete etwa einemChristlichen Schiff, welches mich einnähme; Und kämees endlich gar aufs schlimmste, so käme ich nichts weiterals sterben, und damit auf einmahl ein Ende allesmeines Jammers machen. Dieses alles war die Fruchteines verwirrten Gemüths und ungedultigen Natureis,welches gleichsam dadurch zur Verzweiflung gebrachtworden, weil mein Elend so lange währete, und inson-derheit weil ich dasjenige, was ich aufden gescheitertenSchiffoder Wrack so sehnlich gesucht, und gewiß ge-hoffet, nemlich mit einem Menschen zu sprechen, und sowohl etwas von dem Ort, worinn ich war, als denenzu vermuthenden Mitteln zu meiner Errettung zu erfah-ren, nicht erhalten hatte. Diese Gedancken, sage ich,hatten mich gantz eingenommen. Alle meine Gemüths-Ruhe in Ergebung an den Willen GOttes, und Er-wartung des Ausgangs von der Fügung des Himmelsschiene abgeschnitten zu seyn, und ich hatte gleichsamkein Vermögen, meine Gedancken auf etwas andersals auf eine Hinüber-Neise nach dem festen Lande zurichten, welche mich auch so gewaltig und zu einem sol-chen hefftigen Verlangen trieben, daß ich mich ihrernicht erwehren konte. ^
Als ich mich hiemiteinpaar Stundenmi. svlcherHejftigkeit herum gewelht,daß mir daöBlut vor allzu grosserBegierde in allen Adern zu wallen, und der Puls eben so
schnell