kobwlon Oulos.
ktz. nur in Worte bey mir selber ausbrechen konw/ so giengSL über/ und der sich selbst verzehrende Schmertz ließ nach.^ Aber jetzo übte ich mich in gantz andern Gedancken.L Ich last täglich in GOttes Wort/ und richtete alle Trä-^ stungen auf meinen gegenwärtigen Zustand. Als ichan einem Morgen gantz traurig war/schlug ich die BibelI? auf/ und fand die Worte: „Ich will dich nicht ver-N» „lassen nochVerjäumen.„Sofort dachte ich/dieWor-^ tegiengenmichan: Dann warum wollenste mirson-^ sten vorgekommen seyn eben den Augenblick/da ich mich^ über meinem Zustand als ein von GOtt und Menschen^ Verlassener betrübet? Wohlan denn/sagte ich/ verläßt^ mich GOTT nicht/was kans dann schaden/oder was^ liegt daran/wann mich die gantze Welt verliesse/ da jahingegen/wann ich die ganhe Welt hätte/und die Gna--M, dermd den Schuh des Höchsten veriöhre/dieser Verlustmit nichts zu vergleichen noch zu ersetzen wäre.'
M Diesen Augenblick machte ich den Anfang/ mich zuM bescheiden/daß ich wohl in diesem verlassenen ZustandirD glücklicher seyn könre/ais ich vielleicht in irgend einemM andern in der Welt gewesen wäre: Und in solchen Ge«Ä- dancken danckte ich GOtt/ daß er mich an diesen Ortae-führet.
M Was es gewesen/weiß ich nicht/aber es traff mich
^ 2 dennoch etwas in meinem Gemüthe bey diesen Gedan-i ßl cken/ und ich erkühnte mich nicht/ die Worte auszuspre-chen: Wie kanstdu doch so ein Heuchler seyn/ (sagteB ich gantz laut zu mir selber/) und für einen Zustand zuM dancken begehren/für den du doch/vb du gleich mit ihm.fLU zufrieden zu seyn dich bemühen sollest/ lieber hertziich be-thenwürdest davon befteyer zu werden? Also hielt ichF innx. Allein/ oh ich wohl nicht sagen konle / daß ich^ L G-rr