Druckschrift 
Des Welt-berühmten Engelländers Robinson Crusoe Leben Und gantz ungemeine Begebenheiten : Insonderheit Da er acht und zwantzig Jahre lang auf einer unbewohnten Insul bey dem Einfluß des grossen Strohms Oroonoko, auf der Americanischen Küste, gelebt hat. Von ihm selbst in Englischer Sprache beschrieben; Nunmehro aber um seiner Fürtrefflichkeit willen ins Teutsche übersetzt und mit artigen Kupffern gezieret
Seite
84
Einzelbild herunterladen
 

84

Leben des Engländers

war nicht über hundert Schritt breit untümgefabrnöcheinmahl so lang, und lag nicht änderst als ein Gäuchenvor meiner Thür, und an dessen allerseits Ecken gieng s ^der Weg hinab in den niedrigen Grund gegen der Seezu. Gemeldter Platz lag an des Hügels Nord, ^West-Seite, daß ich also den gantzen Tag vor der BSsnnen-Hitze Schirm hatte, biß sie gar nach dem We- Ksten oder Süden herum gelauffen, welches in dasigen cNGegenden erst gegen Abend oder deren Untergang ge- P

Ehe ich mein Zelt aufschlug, zog ich vordem hohlen Mi'.Platz oder Keller einen halben Circkel, welcher in seinem ich.halben Durchschnitt vom Felsen ab ungefähr > o Schritt,vom Anfang aber biß zum Ende im völligen Diameter 20 ^ «liiSchritt ausmachte. M

In diesen Halden Circkel oder Mond steckte ich zween WReyhen starcke Stecken, die ich so lang in die Erde hinein ^stieß, biß sie als feste Pfahle da stunden. Das dickste HEnd war sechskehalb Fuß über der Erde, und obenzuge- jjWspitzt, beyde Reyhen aber stunden nicht über einen halben zqiSchuh von einander. tz.

Zwischen diese zwo Reyhen Stecken nun legte ich die MTrümmer von denen im Schiff zerhauenen Cabel, HGTauen, eines auffs andere biß oben hinauf, spreistete >andere Stecken inwendig, etwa drittehalb Schuh hoch/ Hz!gleich einem Strebe-Pfahl an eine m Pfosten, dagegen Wan, und machte also meinen Zaun so starck, daß wederMenschen noch Thiere durchbrechen oder drüber hin- ^springen konten. Dieses kostete mich viele Zeit und Ar- - ^beit, besonders die Pfähle im Walde zuhauen, sie an den

schiehet.

Ort hin zu schleppen, und nachmahls in die Erde hinein zuflössen.