^ Lobinlon Lruloe. sl
daß das einsame Leben auf einer pur öden Insel, wel-ch che mir Lm Sinne lag,mir einst zu Theil werden solte,derioch ichs so manchmahl unbilliger Weise mit meinem da-nichtigen Zustand vergliche, worinn ich doch, wann ichdabey geblieben, aller Wahrscheinlichkeit nach unge-G gemein glückselig und reich geworden wäre ?ch- Ich hatte meine Plantage schon einiger maßen nachM meinem Sinn und aufeinen gewissen Fuß eingerichtet,ehe mein dienstfertiger Freund, der Schiffs-Capitain,A so mich in der See aufgenommen hatte,wieder abreiste,k». Dann das Schiff hatte mit seiner Ladung und denen^ ^ Reise-Anstalten bey z. Monath zu thun. Wie ich ihmgeoffenbahret, was für ein kleines Capital ich in Lo».den zurück gelassen, gab er mir diesen freundlichen undaufrichtigen Anschlag: Wofern ich ihm Briefe und ei-^ «e förmliche Vollmacht,nebst schrisstlicher Ordre an die""' Besitzerin meines Geldes in Londen, wegen Uberma-^ chung meiner Baarschafft nach Lißbon an beliebige' Personen, und in solchen Waaren, die in diesem Lande
abgiengen,mitgeben würde,so wolte er das daraus gelö-sete Geld mir bey seiner Zurückkunfft unter GOttes Ge-^ lcit ohnfehlbar mitbringen; weilen aber alle mcnsch-liehe Dinge dem Wechsel und allerhand Unstern unter-^ worffen, mochte ich lieber nur ioo. Pfund Sterl. als dieHelfste des Capitals, verschreiben, und es damit wagen.Käme es glücklich über, sänke ich den Rest allezeit aufeben solche Weise nachbekommen. Schlüge es aberD fehl,so wäre doch die andere Hellste zur nöthigen Ein-M busseannoch übrig.
sG Diß war ein so heilsamer und allem Ansehen nach so
getreuer Räch, daß ich nicht anders als überzeuget wer-Den muste,ich käme nichts bessers thun. Also machte- Dr ich