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Leben des Engländers
zu rudern, machten wir ihm viele Ergotzlichkeit, und ichführte mich im Fischfang sehr geschickt auf, also daß ermich deswegen zuweilen nebst einem Mohren, einemseiner Verwandten, und dem jungen lVlorelco, wie sieihn nannten, nach einem Essen Fisch aussandte.
Als wir nun einst an einem ganh stillen Morgen aufsFischen ausgiengen,entstund ein so dicker Nebel, daß,obwir gleich nicht i Stunde weit vom Ufer abwaren, wirsdoch ausm Gesicht verlohren. Wir ruderten immer-hin, ohne zu wissen ob vor oder hinter sich, arbeiteten den
gantzenTag und folgende gantze Nacht dar;u,und wur-
den bey anbrechendem Morgen erst gewahr, daß wir anstatt mit dem Boot dem Lande zu nähern,vielmehr See-einwerts getrieben, und zum wenigsten r Teutsche Mei-len weit vom Ufer entfernet waren. Dem ungeachteterreichten wirs endlich wiederum glücklich, obwol mitharter Arbeit und nicht sonder Gefahr, indem der Winddes Morgens scharf zu wehen anfieng. Insonderheitaber waren wir alle trefflich hungrig.
Allein unser Patron,dem dieser Zufall zur Warnungdiente, beschloß bey sich selber,sich künfftighin nicht mehrin solche Gefahr zu sehen, und weil er die Chalouppe vonunserm durch ihn aufgebrachtem Schiff neben demSeinigen liegen hatte, nahm er sich vor, nicht mehrohne einen Compaß und etwas Proviant aufs Fischenauszugehen. Also ertheilte er seinem Schiffs-Zimmer-mann, so gleichfalls ein Engländischer Sclave war,Befehl,mitten in der Chalouppe ein kleines Zimmerchenoder Cajute, wie auf einer Barque, zu bauen, hinterwelchem einer am Ruder stehen und die grosse Schos-ren anholen konte, vorn aber Platz für ein paar Perso-nen wäre, die Seegel aufzuhissen und zu wenden. Ihr
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